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Gemeinsam engagiert fürs Klima: Lokale Kooperationsprojekte zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen für den Klima- und Umweltschutz

Weder staatliche Akteure noch Zivilgesellschaft oder Wirtschaft können die Klima- und Biodiversitätskrise alleine lösen. Die von UPJ veröffentlichte Handreichung zeigt anhand von zahlreichen Beispielen, wie lokale Kooperationen und Projekte für Klima- und Umweltschutz zwischen gemeinnützigen Organisationen und engagierten Unternehmen gelingen können.

Klimakrise und Biodiversitätskrise haben das Potenzial, die Menschheit existenziell zu bedrohen und sind schon jetzt massiv spürbar. Man denke nur an Überschwemmungen, Starkregen, Dürren, Wirbelstürme – sie werden aufgrund des Klimawandels immer häufiger und immer heftiger. Die maßlose Übernutzung der Natur hat zum größten Artensterben seit der Dinosaurierzeit und zu einem rasanten Verlust an Biodiversität geführt. Und es sind längst nicht nur Umweltschützer*innen und Klimaforscher*innen, die Alarm schlagen.

Was es braucht, sind einerseits globale politische Lösungen, internationale Vereinbarungen und Gesetze, die die notwendigen Rahmenbedingungen setzen. Und andererseits lokales Engagement im Kampf gegen den Klimawandel. Neben dem umwelt- und klimapolitischen Handeln von Städten und Gemeinden spielt hier vor allem das bürgerschaftliche Engagement eine bedeutende Rolle. Wir brauchen neue Allianzen von gemeinnützigen Organisationen, Initiativen der Bürgergesellschaft, Unternehmen und der öffentlichen Hand.

Projekte der Zuversicht

Im Rahmen des Modellprojekts „Gemeinsam engagiert fürs Klima“ wurden Kooperationen zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen angeregt, die aktiv zum Klimaschutz beitragen. In Kooperation mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde wurden ausgewählte Mittlerorganisationen qualifiziert und erste übertragbare Projektformate entwickelt. Acht Organisationen, die Bürgerstiftung Braunschweig, die Kölner Freiwilligen Agentur, der tatkräftig e. V. aus Hamburg, die Landeshauptstädte Wiesbaden und Stuttgart, das Freiwilligen-Zentrum Augsburg, die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis und die Stuttgarter Agentur mehrwert, haben die Formate dann vor Ort erprobt. In der Zusammenarbeit mit engagierten Unternehmen sind dabei vielfältige Projekte mit einem breiten Fokus auf „Klima“ entstanden. Die Projekte sind allesamt klein und lokal. Und dennoch sind sie wertvoll und in doppeltem Sinne wirksam: Jedes dieser Projekte trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern zeigt darüber hinaus, dass gemeinsames Handeln möglich ist.

Die Erfahrungen aus den Projekten wurden gesammelt und aufbereitet und stehen nun in Form dieser Handreichung weiteren (Mittler-)Organisationen als Anregung zur Verfügung. Ziel ist es, Klimaschutz fest im thematischen Portfolio von Mittlerorganisationen zu verankern und Ideen und praktische Impulse für zahlreiche neue Klima-Kooperationsprojekte vor Ort zu geben. Mögen die verschiedenen Projekte als Inspiration dienen. Nachahmung ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht.

Außerdem haben wir ein Gespräch mit Vertreter*innen von Mittlerorganisationen aus Köln, Wiesbaden und Halle über ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen geführt. Im Interview mit Katja Arzt, Professorin an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, haben wir über mehr Optimismus und wirkungsvolle Klima-Projekte gesprochen. Eine Empfehlungsliste mit Büchern zum Klimawandel sowie ein Glossar mit regelmäßig wiederkehrenden Fachbegriffen in der Klimadebatte runden die Handreichung ab.

Die Handreichung wurde im Rahmen des Programms ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) erstellt. Das Programm ENGAGIERT FÜR KLIMASCHUTZ wurde gefördert durch die Stiftung Mercator. Unser Modellprojekt wurde zusätzlich durch die JobRad GmbH gefördert.

 

 

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