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Praxis-Studie: Corporate Volunteering in Deutschland

Bei der prak­tis­chen Entwick­lung und Umset­zung von Cor­po­rate Vol­un­teer­ing-Aktiv­itäten tauchen immer wieder ähn­liche Fra­gen auf: Was machen andere Unternehmen, wie machen sie es, welche Rah­menbe­din­gun­gen sind Stan­dard. Mit der vor­liegen­den Studie wollen wir diese Fra­gen auf­greifen und grundle­gende Infor­ma­tio­nen zur prak­tis­chen Umset­zung von Cor­po­rate Vol­un­teer­ing zur Ver­fü­gung stellen.

Ziel der Studie ist es, einen prak­tis­chen Mehrw­ert für Unternehmen zu schaf­fen, Infor­ma­tion­slück­en zu schließen, Ver­gle­ich­swerte und Trends zu iden­ti­fizieren sowie erfol­gver­sprechende Aspek­te für Strate­gien und Man­age­ment­prak­tiken aufzuzeigen. Die Studie hat einen deskrip­tiv­en Charak­ter und erhebt dabei bewusst keinen Anspruch auf Repräsen­ta­tiv­ität und hohe Fal­lzahlen. Vielmehr sollen durch eine selek­tive, aber dafür ver­tiefte Betra­ch­tung grundle­gen­der Rah­menbe­din­gun­gen und Man­age­ment­prak­tiken von Unternehmen, die Cor­po­rate Vol­un­teer­ing-Aktiv­itäten in Deutsch­land durch­führen und hier über eine mehrjährige Erfahrung ver­fü­gen, hil­fre­iche Rückschlüsse für deren Weit­er­en­twick­lung ermöglicht werden.

Methode und Durchführung der Datenerhebung

Die Daten­er­he­bung der Studie erfol­gte mit­tels Frage­bo­gen im Rah­men ein­er stan­dar­d­isierten Online-Befra­gung von Mitte Juni bis Mitte Sep­tem­ber 2017. Der Frage­bo­gen umfasste 41 Fra­gen beziehungsweise Fra­gen­blöcke. Über­wiegend wur­den geschlossene Fra­gen mit vor­for­mulierten Antwortkat­e­gorien ver­wen­det. Um die Gefahr eines unvoll­ständi­gen Antwort­spek­trums zu ver­ringern, wur­den aus­gewählte Fra­gen hal­bof­fen gestal­tet und einige offene Fra­gen ergänzt. Einzelne Fra­gen boten die Möglichkeit Mehrfachant­worten zu geben. Um bes­timmte Aspek­te zu ver­tiefen beziehungsweise für einzelne Teil­nehmende irrel­e­vante Fra­gen auszublenden, wur­den im Ver­lauf des Frage­bo­gens an ver­schiede­nen Stellen Fil­ter­fra­gen einge­set­zt. Tech­nisch wurde sichergestellt, dass jedes Unternehmen nur ein­mal an der Befra­gung teil­nehmen kon­nte. Am Anfang des Frage­bo­gens wur­den alle Teil­nehmenden expliz­it auf das der Studie zugrunde liegende Ver­ständ­nis von Cor­po­rate Vol­un­teer­ing hingewiesen. Weit­ere Hin­weise und Erläuterun­gen zum Ver­ständ­nis spez­i­fis­ch­er Aspek­te erfol­gten im Frage­bo­gen zudem auf der Ebene einzel­ner Fra­gen und Antwortoptionen.

Auswahl der Teilnehmenden

Alle Teil­nehmenden wur­den aktiv rekru­tiert, d.h. der Frage­bo­gen war nicht öffentlich zugänglich und die Teil­nahme an der Befra­gung war nur für aus­gewählte Unternehmen auf Ein­ladung möglich. Die Auswahl der teil­nehmenden Unternehmen erfol­gte in einem mehrstu­fi­gen Ver­fahren. Zunächst wur­den durch eine Desk-Research sowie Gespräche mit Exper­tin­nen und Experten 200 Unternehmen mit Geschäft­stätigkeit in Deutsch­land als poten­tielle Teil­nehmende der Studie iden­ti­fiziert. Aus diesem Kreis wur­den 106 Unternehmen aus­gewählt, von denen bekan­nt war, dass sie Cor­po­rate Vol­un­teer­ing- Aktiv­itäten in Deutsch­land durch­führen, oder bei denen dies nach Abstim­mung mit dem jew­eili­gen Unternehmen per Tele­fon oder E‑Mail bestätigt wer­den kon­nte. Diese 106 Unternehmen wur­den per EMail zur Teil­nahme an der Befra­gung ein­ge­laden. Die Ansprache erfol­gte in der Regel über die Mitar­bei­t­en­den, die die Steuerung und Umset­zung von Cor­po­rate Vol­un­teer­ing im jew­eili­gen Unternehmen betreuen. Ins­ge­samt haben 63 Unternehmen an der Befra­gung teilgenom­men und davon 56 Unternehmen den Frage­bo­gen voll­ständig abgeschlossen (Beendi­gungsquote 52,8 Prozent). Nicht abgeschlossene Frage­bö­gen wur­den bei der Auswer­tung nicht berücksichtigt.

Die Konzep­tion der Prax­is-Studie, die Ansprache der Unternehmen, die Erhe­bung und Auswer­tung der Dat­en wur­den durch UPJ durchgeführt.

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